Gesundheit ist keine Ware

Eine funktionierende Gesundheitsversorgung für alle ist bezahlbar, vor allem dann, wenn sich auch Besserverdienende, Selbstständige, Manager, Beamte und Abgeordnete an der Finanzierung einer solidarischen Bürgerversicherung beteiligen müssen. Die wohnortnahe Krankenhausversorgung muss erhalten bleiben. Seit rund 20 Jahren werden Krankenhäuser gezielt mit dem Fallpauschalen-System finanziell knapp gehalten. Gesundheit ist aber keine Ware.
Keine Zwei-Klassen-Medizin mit Komfortstationen für Privatversicherte und Minimalversorgung für den Rest – Gesundheitskomfort für alle!

Das Uniklinikum hat auch die Funktion eines Kreiskrankenhauses. Die Privatisierung des Küchen-und Reinigungsbereiches und das Herausbrechen einzelner Bereiche des Tübinger Uniklinikums mit 9 000 Beschäftigten muss zurückgenommen werden. Dort gibt es Niedriglöhne mit 8,50 Euro. Davon kann man in Tübingen nicht ordentlich leben. Das ist nicht angemessen in einem Landeskrankenhaus im reichen Baden-Württemberg unter grün-roter Landes- und schwarz-roter Bundesregierung.

Stadt und Kreis tragen Verantwortung für gesunde Lebens- und Umweltbedingungen für alle Bürger. Präventive Gesundheitsberatung, insbesondere für Familien mit Kindern muss in Zusammenarbeit mit Krankenkassen in jeder Kommune angeboten werden.
Wir wollen, dass Hebammen weiterhin freiberuflich arbeiten können und dass sich junge Frauen für den Beruf entscheiden. Im Bund fordert die Linke einen staatlichen Haftungsfonds. Damit würde der Steuerzahler die teuren Risiken absichern. Bis eine staatliche Übernahme der Versicherung läuft, soll die Kommune diese Kosten tragen.

Die Linke tritt ein für
• Respekt und gute Löhne in Pflege und Gesundheit
• Rückführung der privatisierten Service-Bereiche ins Tübinger Uniklinikum
• präventive Gesundheitsberatung für Familien
• die Durchführung einer Kreisgesundheitskonferenz unter Einbeziehung von Beschäftigten und Gewerkschaften
• Erhalt und Ausbau der Pflegestützpunkte im Landkreis
• mehr finanzielle Mittel für die Aidshilfe und den Kontaktladen
• mehr Angebote in der Suchtprävention
• Übernahme der Versicherungskosten für Hebammen bis es einen staatlichen Haftungsfonds gibt.