Kultur, Jugend und Sport fördern

Kultur ist kein Luxus. Das vielfältige Tübinger Kulturangebot muss erhalten und ausgeweitet werden. Die Angebote müssen allen Bürgern zugänglich sein. Dazu gehören insbesondere die Theater, Museen, Filmtage, die Konzert- und Musikangebote.

Für Jugendliche braucht es mehr kostenlose Freizeiteinrichtungen, Jugendräume und Kulturangebote im gesamten Landkreis. Das geplante Jugendcafe ist dafür ein Anfang.
Kunst und Kultur dürfen nicht dem Diktat der Finanzierbarkeit unterworfen werden. Land, Kreis und Kommunen müssen auf den langfristigen Nutzen kulturellen Engagements schauen und nicht allein auf betriebswirtschaftliche Kriterien. Die vielfältigen Kulturinitiativen müssen ordentlich und verlässlich finanziert werden.

Die Linke hat sich dafür eingesetzt, dass das Tübinger Schloss und der Schlosshof wieder der Bevölkerung für Veranstaltungen zugänglich gemacht werden. Seit 1990 durften im „Grossen Tübinger Fass“ nur Fledermäuse „Party feiern“. Wir beantragten, dass dort auch wieder Schulklassen und andere Besucher Zugang haben. Der Zutritt zum zweitgrößten Fass der Welt ist ein Schritt in die richtige Richtung. Das soll nicht nur im Winter möglich sein.

Die Musikschule wurde kommunalisiert und ist nun städtischer Eigenbetrieb. Mehr als ein halbes Jahrhundert wurde sie als eingetragener Verein geführt. Schon in der Ära Calgeer wurde die langfristige finanzielle Absicherung angestrebt. Endlich sind diese Überlegungen Realität geworden. Diese Entscheidung haben wir befürwortet. Als nächstes ist eine bauliche Grundsanierung der Schule dringend fällig. Oder sollen wir solange warten, bis das marode Gebäude nicht mehr zu retten ist und die Schule abgerissen werden muss?

Viele Bürgerinnen und Bürger bringen ehrenamtliches Engagement in Sportvereine, Musikvereine und Kulturinitiativen ein. Dies trägt bei zum solidarischen Zusammenleben. Insbesondere die Jugendarbeit dieser Vereine in den Stadtteilen muss stärker gefördert werden. Mit G8 und Ganztagesschulen nimmt die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen zu. In den Schulen sind mehr Sport- und Kulturangebote notwendig und müssen finanziert werden.

Nach 500 Jahren sollte die Stadt Tübingen nicht mehr stolz sein auf die Niederschlagung des Bauernaufstandes des „Armen Konrad“. Deshalb sollte die Stadt die zum Dank von Herzog Ulrich verliehenen Geweihstangen aus dem Stadtwappen entfernen.

Die Linke setzt sich ein für
• die Unterstützung ehrenamtlichen Engagements in Sport- und Kulturvereinen.
• Die Förderung der Jugendarbeit in Sport- und Musikvereinen
• neue Sport- und Kulturangebote an den Tübinger Schulen
• mehr offene Jugendräume und preisgünstige Kulturveranstaltungen für junge Leute
• Stopp rassistischer Einlassbeschränkungen in Discos
• inklusive Angebote in Sport und Kultur
• Einrichtung eines Tübinger Literaturmuseums
• freien Eintritt in Museen und Sammlungen, mindestens ein Verbundticket.
• die Verwirklichung eines Universitätsmuseums in Kooperation mit der Stadt
• einen barrierefreien Zugang zum Schloßmuseum – mit Shuttlebusangeboten.
• angemessene räumliche und personelle Ausstattung des Kulturamts, des Stadtmuseums, der Stadtbücherei wie auch des Stadtarchivs.
• kostenlose Nutzung der Stadtbücherei. Einrichtung von Zweigstellen in den Stadtteilen.
• die Entfernung der Geweihstangen aus dem Tübinger Stadtwappen
• Unterstützung der im Aufbau befindlichen Städtepartnerschaft mit dem südafrikanischen Moshi.