Sicherheit und Wohlergehen im Alter

Auch im Alter müssen Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Voraussetzung für Teilhabe ist Mobilität. Die Busse, genauso wie die Geh- und Spazierwege müssen seniorenfreundlicher und barrierefrei werden. Gehwege sind von parkenden Autos sowie Radfahrern frei zu halten.
Projekte wie die Hirsch-Begegnungsstätte sind stärker zu fördern. Die Vorschläge des Kreisseniorenrates, der Bezirks- und Stadtseniorenräte sind zu berücksichtigen. Bestehende Bewegungsangebote unter professioneller Anleitung sind ein guter Anfang. An die 500 Unterschriften wurden 2013 für die durchgehende Öffnung eines Hallenbades gesammelt. Eine kürzere Schließung wurde erreicht.

Die Betreuungsschlüssel in der ambulanten und in der stationären Pflege müssen erhöht und mehr qualifizierte Pflegekräfte eingestellt werden. Für die kommunale Tübinger Altenhilfe kann der Gemeinderat direkt Verbesserungen beschließen.

Die Altersarmut steigt. Die Entsolidarisierung im Rentensystem, die Heraufsetzung des Rentenalters (auf 67), die Hartz IV Gesetze und die Ausweitung des Niedriglohnsektors begünstigen diese Entwicklung. Deshalb müssen alle kommunalen Seniorenangebote auch von solchen älteren Menschen genutzt werden können, die ein geringes Einkommen haben.

Die Linke setzt sich ein für:
• den Abbau sozial bedingter Ungleichheit in der Pflege und Gesundheitsversorgung
• die ganzjährige Öffnung eines Hallenbades, insbesondere für Senioren, Behinderte und Rheumaliga, auch während der Freibadsaison
• bessere finanzielle Ausstattung der Präventions- und Gesundheitsförderungsarbeit
• mehr Fachpflegekräfte in der Tübinger Altenhilfe (AHT) und Erhöhung der Pflegequalität
• öffentliche Sitzplätze an Haltestellen, an Geh- und Spazierwegen
• ausreichend gepflegte öffentliche Toiletten: das Angebot „nette Toilette“ ist auszuweiten