Clara Zetkin – Vorkämpferin für das Frauenwahlrecht

Vorkämpferin für das Frauenwahlrecht

Montag, 19.11.2018, 19:00 Uhr

Rathaus, Ratssaal, Am Markt 1, 72070 Tübingen

Vortrag/Diskussion mit Nicola Hille & Anna Held (Gleichstellungsreferat der Univesität Stuttgart)

Die Politikerin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin (1857-1933) war eine der leidenschaftlichsten Vorkämpferinnen für das deutsche Frauenwahlrecht. Bereits 1907 veröffentlichte sie die Abhandlung «Zur Frage des Frauenwahlrechts», in der sie die Notwendigkeit eines Stimmrechts für Frauen – in deutlicher Abgrenzung zu der bürgerlichen Frauenbewegung – primär aus der kapitalistischen Produktionsweise ableitete.

Auf dem Internationalen Sozialisten-Kongress in Stuttgart hielt Zetkin 1907 einen Vortrag, dessen zentrale Aussage lautete: «Ein Stimmrecht ohne ökonomische Freiheit ist nicht mehr und nicht weniger als ein Wechsel ohne Kurs». Zugleich war Clara Zetkin Initiatorin des Internationalen Frauentags, der erstmals 1911 zeitgleich in Deutschland, Dänemark, Österreich, der Schweiz, Bulgarien und den USA stattfand und auf dem explizit und lautstark das Frauenwahlrecht gefordert wurde.

Zunächst fand der Internationale Frauentag als jährlicher Festtag noch ohne festes Datum statt. Der 8. März wurde erst 1921 offiziell festgelegt. Von 1892 bis 1917 gab Clara Zetkin die Zeitschrift «Die Gleichheit» heraus, in der sie erläuterte, dass die Erkämpfung von Stimm- und Wahlrechten «keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte» seien.

Anlässlich des Jubiläums «100 Jahre Frauenwahlrecht» möchten wir mit einem Vortrag an die Politikerin, Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin erinnern. Zugleich wollen wir eine Brücke inds Jetzt schlagen und nach dem Stand der Gleichstellung von Frauen heute fragen.

Veranstaltung der Linke-Fraktion im Gemeinderat Tübingen in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg im Rahmen der Veranstaltungen zu «100 Jahre Frauenwahlrecht» in der Stadt Tübingen

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